“Vorzeigebehinderungen”, Teil 3.

Zu den „Vorzeigebehinderten“ zählen unter den geistigen Schwächen als Beispiele sehr oft Autismus und das Down-Syndrom. Allerdings ist auch hier ein großes Spektrum an Erkrankungen und Symptomen vorhanden, dass von der Leseschwäche bis zu einer deutlichen Intelligenzminderung.

Die Skala bietet hier die ICD mit den Ziffern F70 (leichte Minderung) bis F79 (nicht näher bezeichnete Minderung). Mehr zu den Einteilungen und zu Formen geistiger Behinderungen gibts z.B. in der Wikipedia.

Was das ganze mit dem Thema Accessibility zu tun hat, ist einfach: Eine einfache Lese-Rechtschreibschwäche ist schon ein Grund, eine Seite nicht zu verstehen bzw. nicht verstehen zu können. Das bedeutet in der Praxis, dass ich Inhalte nicht nur optisch und semantisch ausgezeichnet werden sollen, sondern auch auf  Verständlichkeit geachtet werden soll.

Das heisst: Kurze Sätze, soweit möglich. Keine unnötigen sprachlichen Verschwurbelungen und Schachtelsätze. Die Wikipedia hat eine Ausgabe in „simple english“ und der erste Grundsatz lautet:

Use Basic English vocabulary and shorter sentences. This allows people to understand normally complex terms or phrases. 

Übersetzt bedeutet das in etwa: „Nutze den Grundwortschatz / einfache Worte und kürzere Sätze. Das erleichtert es Menschen, normalerweise komplexe Begriffe und Zusammenhänge besser zu verstehen.“ Das gleiche gilt für verständliche Texte in jeder anderen Sprache natürlich auch.

Und natürlich erleichtert das nicht nur eingeschränkten Menschen das Verständnis mancher Texte.